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Die außergewöhnliche Mischung der Atmosphäre in der Kirche macht ihn für mich zu einem verwunschenen Ort. Durch die hohen Säulen mit dünnen Kapitellen, welche die Spitzbögen tragen, hat man das Gefühl sich in einem enorm großen Raum zu verlieren, doch durch die Regale und die von jeder Perspektive aus sichtbare, enorme Anzahl an Büchern wird ebenso ein wohliges Gefühl von Geborgenheit freigegeben. Hinzu kommt die Neugierde jeden Winkel des komplexen Gebäudes und seiner Bücher zu erkunden. Während man die Kirche durchstreift fühlt man sich nach und nach tatsächlich in eine andere Zeit und eine eigene, kleine Welt versetzt.

Durch die hoch oben gelegenen, gotischen Fenster strömt gedämmtes Tageslicht, welches im Zusammenspiel mit den Steinverzierungen und den verblassten Malereien in den Flächen des Kreuzrippengewölbes einen verruchten, geheimnisvollen, beruhigenden Charakter erzeugen. Die beruhigende Wirkung, die man erfährt, schwindet auch nicht dadurch, dass es sich um einen öffentlichen Ort handelt, an dem sich viele Menschen aufhalten. Das Gewusel von Köpfen nimmt man durch die Komposition von Büchermeer und sakraler Stimmung nur unbewusst oder nebensächlich wahr.

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