Prozessor (CPU)

Das Hauptmerkmal eines Computers ist die CPU (Central Processing Unit), der Hauptprozessor, der die Rechenleistung zur Verfügung stellt.
Zwei Hersteller teilen den Markt unter sich auf: Intel und AMD.

Intel: Die aktuellen Prozessoren von Intel sind die Core-Prozessoren der 11. Generation "Rocket Lake". Die Bezeichnung ist hier Core i3, i5, i7 oder selten i9 mit einer darauf folgenden meist 6-stelligen Bezeichnung für das konkrete Modell beginnend mit 11. Die Vorgängermodelle der 10. Generatuion beginnend mit 10 können aber bedenkenlos ebenfalls noch gekauft werden.
Ende September veröffentlich Intel auch bereits die ersten Modelle der 12. Generation. Die Intel-Prozessoren Pentium, Atom und Celeron sollte man aufgrund verminderter Rechenleistung vermeiden.

AMD: Bei den Prozessoren von AMD handelt es sich aktuell um die mobilen Prozessoren AMD Ryzen 3, 5, 7 und 9. AMD hat sich hier an die Namensgebung von Intel angepasst mit i3, i5, i7 und i9. Die Vorgänger AMD A6, A8 und A10 sind aufgrund geringerer Leistung nicht empfehlenswert. Aufgrund des Marktanteils von nur 20% wird auf die Bezeichnungen hier nicht detaillierter eingegangen.

Herstellerunabhängig gilt:
Bei den Prozessoren gibt es im Wesentlichen zwei Parameter, die ihre Leistung bestimmen. Zum einen die Taktfrequenz (angegeben in MHz oder GHz) und zum anderen die Anzahl der Rechenkerne (Cores). Die Rechenleistung skaliert - innerhalb einer Baureihe - mehr oder weniger direkt mit der Taktfrequenz, Feinheiten wie Cache-Größe, RAM-Geschwindigkeit und der gleichen haben keinen so großen Einfluss, wie es die Werbung einen glauben lassen möchte. 4 Kerne sind hier empfehlenswert.
Die Taktfrequenzen der beiden Hersteller AMD und Intel lassen sich leider nicht miteinander vergleichen.

Zwei Besonderheiten gibt es bei der Angabe der Anzahl der Rechenkerne und der Taktfrequenz: Einerseits das sog. "Hyperthreading", dabei kann ein "echter" Rechenkern zwei Aufgaben parallel bearbeiten. Daher findet man gelegentlich die Angabe "4 Cores / 8 Threads". Einen Vorteil bringt das Hyperthreading allerdings nicht immer und hängt im Detail von der eingesetzten Software ab. Die zweite Besonderheit ist die Funktion "Turbo Boost" (Intel) bzw. "Turbo Core" (AMD), diese Funktion bieten die meisten Intel Core i5 und Core i7 sowie die Ryzen-Prozessoren von AMD. Dabei wird die Taktfrequenz als eine Spanne zwischen Standardtakt und Maximal- oder Turbotakt angegeben. Werden nicht alle Rechenkerne ausgelastet, können einzelne Kerne schneller getaktet werden. Der Vorteil ist, dass Programme, die nur einen einzelnen Kern unterstützen, dadurch schneller laufen können.

Speziell das Rendern (bspw. im späteren Studienverlauf im Wahlfach Architekturvisualisierung) profitiert sehr von der Anzahl der Rechenkerne, Photoshop beispielsweise hingegen beschleunigt bei vielen Funktionen ein möglichst schneller einzelner Kern, manche Anwendungen oder bestimmte Funktionen nutzen unabhängig davon die Grafikhardware.

Eine pauschale Aussage zur optimalen Taktfrequenz lässt sich nur schwer machen, zumal die Prozessoren der verschiedenen Hersteller sich dadurch nicht vergleichen lassen. Aber da Leistungsunterschiede überhaupt erst ab ca. 10 - 15% wahrgenommen werden, sollte das Hauptaugenmerk eher auf die weitere Ausstattung des Laptops (Displayauflösung, Grafikleistung, Arbeitsspeicher) gelegt werden, als auf eine möglichst hohe Taktfrequenz, die sich die Anbieter meist teuer bezahlen lassen.

Minimale Empfehlung sind von Intel schnelle Prozessoren der i3-Reihe (in der Regel ohne "Turbo Boost"), optimal die i5- oder i7-Prozessoren mit 4 Kernen und von AMD auch die neuen Ryzen-Prozessoren.
Im mobilen Bereich noch selten anzutreffen sind CPUs mit 6 oder mehr Kernen, die ihren Vorteil nur in speziellen Fällen voll ausspielen können.

Der Vollständigkeit halber hier eine Rangliste aktueller Laptop-CPUs.