Prozessor (CPU)

Das Hauptmerkmal eines Computers ist die CPU (Central Processing Unit), der Hauptprozessor, der die Rechenleistung zur Verfügung stellt.
Zwei Hersteller teilen den Markt unter sich auf: Intel und AMD.

Intel: Die aktuellen Prozessoren von Intel sind seit November 2021 die Core-Prozessoren der 12. Generation "Alder Lake". Die Bezeichnungen sind hier Core i3, i5, i7 oder selten i9 mit einer darauf folgenden meist 5-stelligen Bezeichnung für das konkrete Modell beginnend mit 12. Die Vorgängermodelle der 11. Generation beginnend mit 11 können aber bedenkenlos ebenfalls noch gekauft werden. Die Prozessoren der kommenden 13. Generation sind erst für Ende Oktober 2022 und da auch erst nur für den Desktop angekündigt.
Die Intel-Prozessoren Pentium Silver oder Gold sowie Celeron sollte man aufgrund verminderter Rechenleistung vermeiden, ebenso die Core i3-Prozessoren.

AMD: Bei den Prozessoren von AMD handelt es sich aktuell um die mobilen Prozessoren AMD Ryzen 3, 5, 7 und 9. AMD hat sich hier etwas an die Namensgebung von Intel angepasst mit i3, i5, i7 und i9. Die Prozessoren der Athlon-Serie kommt aufgrund geringer Rechenleistung nicht in Frage.

Herstellerunabhängig gilt:
Bei den Prozessoren gibt es im Wesentlichen zwei Parameter, die ihre Leistung bestimmen. Zum einen die Taktfrequenz (angegeben in MHz oder GHz) und zum anderen die Anzahl der Rechenkerne (Cores). Die Rechenleistung skaliert - innerhalb einer Baureihe - mehr oder weniger direkt mit der Taktfrequenz, Feinheiten wie Cache-Größe, RAM-Geschwindigkeit und der gleichen haben keinen so großen Einfluss, wie es die Werbung einen glauben lassen möchte. 4 Kerne sind hier mittlerweile Standard und empfehlenswert.
Die Taktfrequenzen der beiden Hersteller AMD und Intel lassen sich leider nicht miteinander vergleichen.

Zwei Besonderheiten gibt es bei der Angabe der Anzahl der Rechenkerne und der Taktfrequenz: Einerseits das sog. "Hyper-Threading", dabei kann ein "echter" Rechenkern zwei Aufgaben parallel bearbeiten. Daher findet man gelegentlich die Angabe "4 Cores / 8 Threads" oder abgekürzt "4C/8T". Einen Vorteil bringt das Hyperthreading allerdings nicht immer und hängt im Detail von der eingesetzten Software ab. Die zweite Besonderheit ist die Funktion "Turbo Boost" (Intel) bzw. "Turbo Core" (AMD), diese Funktion bieten die meisten Intel Core ab i5 sowie die Ryzen-Prozessoren von AMD. Dabei wird die Taktfrequenz als eine Spanne zwischen Standardtakt und Maximal- oder Turbotakt angegeben. Werden nicht alle Rechenkerne ausgelastet, können einzelne Kerne schneller getaktet werden. Der Vorteil ist, dass Programme, die nur einen einzelnen Kern unterstützen, dadurch schneller laufen können.

Etwas verkompliziert wird das ganze mit den intel-Prozessoren ab der 12. Generation ab i5, bei denen die Rechenkerne nochmals nach Performance- und Effizienzkernen unterschieden werden, was dann zu Angaben wie "Core i5-12500H, 1,8 - 4,5 GHz, 12 C (4P/ 8E) / 16T" führen kann - 12 Cores, davon 4 Performance und 8 Effizienz und insgesamt 16 Threads.

Speziell das Rendern (bspw. im späteren Studienverlauf im Wahlfach Architekturvisualisierung) profitiert sehr von der Anzahl der Rechenkerne, Photoshop beispielsweise hingegen beschleunigt bei vielen Funktionen ein möglichst schneller einzelner Kern. Manche Anwendungen oder bestimmte Funktionen nutzen unabhängig davon die Grafikhardware.

Eine pauschale Aussage zur optimalen Taktfrequenz lässt sich nur schwer machen, zumal die Prozessoren der Hersteller Intel und AMD sich dadurch nicht vergleichen lassen. Aber da Leistungsunterschiede überhaupt erst ab ca. 10 - 15% wahrgenommen werden, sollte das Hauptaugenmerk eher auf die weitere Ausstattung des Laptops (Displayauflösung, Grafikleistung, Arbeitsspeicher) gelegt werden, als auf eine möglichst hohe Taktfrequenz, die sich die Anbieter meist teuer bezahlen lassen.

Der Vollständigkeit halber hier eine Rangliste aktueller Laptop-CPUs.