Laptop oder Desktop ?

Die Anforderungen an die Mobilität (Arbeiten an der Uni, zu Hause, bei den Eltern, Gruppenarbeiten, im Zug, im Urlaub...) sprechen eindeutig für die Anschaffung eines Laptops anstelle eines Desktops - zumal der Mehrwert eines Laptops die Mehrkosten mehr als wettmacht. Außerdem müssen bei einem Desktop noch wenigstens Monitor, Tastatur und Lautsprecher separat gekauft werden.

Nicht mit Laptops/Notebooks verwechseln darf man die sogenannten Netbooks, die eine zu geringe Rechenleistung haben. Die sind zwar ebenso wie Tablets gut für Office, Recherche und Internetanwendungen geeignet, keineswegs aber zum produktiven Arbeiten in der Architektur.

Allerdings sind die Klassifizierungen Netbook - Notebook/Laptop - Desktop nicht scharf getrennt, es gibt es hier viele Überschneidungen. Beispielsweise gibt es leistungsfähige kleine Ultrabooks mit 12"-Displays, guter Leistung und langen Akkulaufzeiten und deutlich unter 1 kg Gewicht, aber auch Notebooks mit über 17" großen Displays, die mit mehr 4 kg Gewicht nur zum gelegentlichen Transport einladen. Letztgenannte haben nur eine äußerst kurze Akkulaufzeit, sind aber immer noch mobiler als jeder Desktop. Auch spezielle Laptops (sog. 2-in-1-Geräte oder "Convertibles"), wie das Lenovo Yoga, Microsoft Surface Pro oder einige Dell Laptops sind - je nach Anforderung - bedingt geeignet. Insofern sind allgemein gültige Aussagen kaum zu treffen.

Daher finden Sie nachfolgend allgemeine technische Informationen und Erklärungen über die hardwaremäßige Ausstattung eines Laptops und zum Schluss einige beispielhafte Geräte aus der Preisregion bis 1000 €. 

Auf Geräte aus dem Hause Apple wird an dieser Stelle nicht näher eingegangen, da dort die Produktvielfalt sehr überschaubar ist. Modelle aus der MacBook Pro Serie sind grundsätzlich geeignet, für die intel-basierten Geräte gelten die unten stehenden Informationen sinngemäß. Hier wäre die Radeon-Grafik besser geeignet als die Intel-Iris-Grafik. Für die neuen M1-basierten Modelle entwickelt bspw. Graphisoft für ArchiCAD eine neue native Version. Auch wenn es nach Nutzerberichten hier und da noch hakelt, werden mittelfristig weitere Softwarehersteller nachziehen. Die Leistung des M1 reicht aber (auch hier am Beispiel ArchiCAD) grundsätzlich aus: https://community.graphisoft.com/t5/Setup-License-articles/Performance-review-with-M1/ta-p/304124
Letzte offizielle Aussage von ArchiCAD ist aber noch die Bevorzugung der Intel-Hardware bei je nach Projektgröße: https://helpcenter.graphisoft.com/de/knowledgebase/126762/ "...Wenn Sie also kleine(n), typischerweise private Projekte durchführen, könnte ein neuer ARM-basierter Computer eine geeignete Wahl sein. Wenn Ihre typischen Projekte mittelgroß bis groß sind, empfehlen wir, dass Sie warten, bis Apple Computer mit mehr RAM und Prozessorkernen herausgibt..."


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